Anouk Ferez: Autorin & Texterin

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Fragen, die ihr Kids und Teens auf verschiedenen Foren an Anouk Ferez gestellt habt:

Was ist Dir am wichtigsten auf der Welt, Anouk?

Familie. Meine Kinder. Ich habe 2 Schwestern, zwei außergewöhnliche Eltern, nette Schwiegereltern, einen einzigartigen Mann und zwei wunderbare Kinder: eine kleine Tochter und einen kleinen Sohn. 

Du schreibst Jugendromane, in denen es in erster Linie ums Verlieben geht. Wann hast Du Dich selbst das erste Mal so richtig verliebt?

Mit 12 Jahren. Glaube ich. Wir haben gemeinsam Fußball gespielt und Flöße und Baumhäuser gebaut. Aber das meint Ihr sicher nicht mit "verlieben".  Ihr fragt sicher eher nach Küssen und "Händchenhalten". Das war erst mit 16 Jahren der Fall, ehrlichgesagt, ich stand kurz vor meinem 17. Geburtstag! Für heutige Begriffe war ich also ein richtiger  "Spätzünder" - und das war auch gut so, glaubt mir. Alles Weitere ließ dann noch länger auf sich warten. Wahrscheinlich hätte man mich aus jetziger Sicht als "alte Jungfer" bezeichnen können. Aber ich bin stolz darauf, mit allem lange gewartet zu haben.

Bist Du eigentlich verheiratet Anouk?

Ja, allerdings "nur" standesamtlich, kein Tamtam mit Kirche, weißem Kleid und Kutsche. Mein Mann und ich sind überzeugte Atheisten, da wollten wir der schönen Kulisse und der Rührseligkeit wegen keine Ausnahme machen. Da ist in gewisser Weise schade, aber ehrlich.

Ist er Dein Traummann?

Kommt darauf an, wie man das definiert. Ich habe ganz andere Vorstellungen darüber, was einen "Traummann" ausmacht, als die "Heldinnen" in meinen Büchern. Nun, ich bin ja auch inzwischen viel älter als sie und somit auch ein ganzes Stück reifer. Meinen Mann kenne ich, seitdem ich 16 Jahre alt bin. Er war ein wunderbarer Junge und nun ist er eben ein wunderbarer Mann - aber er hat so rein gar nichts mit Josh oder Jonas, Mr. Black oder Nico , mit "Ärrmann" , Marc oder Lenny (dies sind die männlichen Protagonisten meiner Bücher) gemeinsam. Glaubt mir, den Traummann schlechthin gibt es nicht - das ist ein Mythos! Der Mann bzw. der Junge, den ihr liebt, ist automatisch "traumhaft". Liebe sieht mit dem Herzen. 

Was sind deine Hobbys?

Ganz klar Lesen, Schreiben und Sport. Und mit meinen Kindern spielen, lernen, Kekse backen, kochen, das Umland erkunden...

Was sind deine Lieblingsfarbe

Purpurrot, Vanillegelb und Lila.

Welche Musik hörst Du?

Unheilig (aber nur die frühen Lieder des Grafen!), Subway to Sally, Schandmaul, In Extremo, Muse, Green Day, Adèle und Gossip. Ein eigenartiger Mix. Jetzt seid Ihr sicher erstaunt...

Und Dein Lieblingsessen?

Ich esse fast alles, aber vorrangig vegetarisch. Bigos liebe ich (das Fleisch kann man allerdings weglassen), ich liebe Linseneintopf (ohne Wurst) und für Borschtsch könnte ich sterben. Ebenso für Kohlwickel. Aber mit Schafskäse-Hirsefüllung, kein Hackfleisch. Ich esse selten "typisch deutsch".

Süßkram? Immer! Mit Apfelpfannekuchen, Schokolade und Keksen kann man mich hinter dem letzten Ofen hervorlocken. Und nun fragt bitte nicht nach meinem Kaffekonsum ...

Wie machst Du das, schreiben? Und woher nimmst Du Deine Ideen?

Die Ideen kommen mir, wenn ich mich mit etwas ganz anderem beschäftige, beispielsweise wenn ich im Garten arbeite, jogge, spazierengehe, koche. Dann schreibe ich alle Einfälle auf, ganz klassisch, per Bleistift auf Karopapier. Aus den Ideen "baue" ich ein Gerüst und dieses fülle ich peu à peu mit Leben, sprich mit Details.

Wie lange brauchst du in der Regel für ein Buch?

Es kommt auf den Plot und vor allen Dingen auf das Volumen an. Für mein Kinderbuch benötigte ich ein Jahr. "Vom Glück verfolgt" hat ebenfalls ein Jahr auf dem Buckel, während ich auf "Heartche Trio: Liebe geht durch die Waden mehr als eineinhalb Jahre verwendet habe. Der Ebook Vierteiler rund um die Halbhexe Neroli ist wiederum binnen eines vollen Jahres entstanden.

Verrätst Du uns Deine Lieblingsschriftsteller?

Klar. Das wären die großen Autoren aus meiner Kindheit und Jugend, beispielsweise Willi Fährmann, Astrid Lindgren, Michael Ende, Ottfried Preußler und Wolfgang Hohlbein. Heutzutage lese ich gerne Ingrid Noll, Nele Neuhaus und Henning Mankell, um nur ein paar zu nennen.

Warum  schreibst du so gern Gedichte?

Schreiben, insbesondere das Verfassen von Gedichten aller Art ( ich liebe beispielsweise auch sogenannte Prosagedichte) ermöglicht es mir, in komprimierter Form eine sehr komplexe innere Gefühlswelt nach außen zu tragen. "Dichtung" ist für mich gleichzusetzen mit der Liebe zum geschriebenen Wort. Mit Worten kann man malen, sich selbst und andere beflügeln. Selten entsteht ein Gedicht bei mir binnen eines Tages. Zumeist lasse ich es einige Tage ruhen, nehme es mir immer wieder zur Bearbeitung vor, bis ich ausschließlich "passende" Worte gefunden habe, die exakt das meinen, was ich sagen möchte. Das ist manchmal wie ein aufwendiges Puzzle. Genau das macht das Gedichteschreiben für mich so spannend: Man versucht -mit möglichst wenig Worten- möglichst präzise möglichst viel zu sagen.

Was ist dein Lieblingsspruch?

„Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas besseres.”

Gotthold Ephraim Lessing